Wie Sie zum Verschwörungstheoretiker werden können

Wie Sie zum Verschwörungstheoretiker werden können

eine einfache Gebrauchsanweisung

Wenn Sie heute noch zu den Personen gehören, die sich beim Gespräch mit einem systemkritischen Menschen gerne mal den Kopf schütteln und solche Leute schnell als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnen, dann möchte ich Ihnen hier meinen ganz persönlichen Weg aufzeigen.

Meinen Weg, der mich von einem ganz normalen deutschen Medienkonsumenten innerhalb weniger Monate zum Zweifeln gebracht hat. Zum Zweifeln an der Medienberichterstattung, zum Misstrauen gegen die Geschichtsschreibung, zum Hinterfragen allgemein als korrekt akzeptierter Nachrichten.

Und ich rate Ihnen gleich, diesen Weg nur zu gehen, wenn Sie starke Nerven und eine ausgeprägte Selbstsicherheit haben. Denn das, was Sie möglicherweise erkennen werden, kann Verzweiflung und Niedergeschlagenheit auslösen.

Wenn Sie jedoch eine Person mit hoher Selbstsicherheit, kritischem Denkvermögen und positiver Kreativität sind, dann ruht meine Hoffnung, etwas in dieser Welt verbessern und verändern zu können, auf Personen wie Ihnen.

Die Hilfsmittel, die sie brauchen, sind allgemein verfügbar: Internet, Google, Wikipedia, YouTube und natürlich die guten alten Bücher. Darüber hinaus benötigen Sie die Bereitschaft auch unangenehme, unpopuläre und kritische Fragen zu stellen. So betrachtet benötigen Sie also die Eigenschaften, die einen guten, kritischen und engagierten Journalisten ausmachen. Da diese Art von Journalisten leider in Deutschland auf der Liste der aussterbenden Arten steht, müssen Sie die Recherchearbeit schon selber leisten.

Hilfreich ist es auch, für den Zeitraum von einigen Wochen, keine Nachrichten aus dem Fernsehen oder der normalen Tageszeitung mehr zu sich zu nehmen.

Diese Medienabstinenz hat zwei Gründe: zum einen werden sie die Zeit brauchen, um sich im Internet mit den erwähnten Hilfsmitteln mit alternativen Informationen und von der allgemeinen Meinung abweichenden Theorien zu beschäftigen. Zum anderen wird Ihnen, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die Mainstream-Medien zurück kommen, auffallen, wie sehr die dort vermittelte Wahrheit von dem abweicht, was sie sich als eigene Informationen erarbeitet haben.

Es gibt sicher Dutzende verschiedene Ansätze, wie sie anfangen können, ein Netz von um sie herumgesponnenen Intrigen und vorsätzlichen Fehlinformationen zu durchschauen. Das ist davon abhängig, in welchem Bereich ihre vorliegenden Interessengebiete liegen.

Nehmen wir einmal an, Sie betrachten die Geschichte der letzten 20 Jahre. In den öffentlich-rechtlichen Medien genauso wie in der freien Presse gab es eine umfangreiche Berichterstattung zu den Ereignissen von 9/11, dem Attentat auf das World Trade Center. Schon relativ kurze Zeit nach diesem Vorfall kamen in N 24, auf Phoenix und in vielen anderen deutschen und ausländischen Fernsehsendern Berichte auf, die einen an der ersten Darstellungsweise zweifeln lassen können.

Oder sie beschäftigen sich mit ausgefallener Architektur und schauen sich einmal in YouTube ein oder zwei Videos zum Thema „Georgia Guide Stones“ an. Die Geschichte dieses Monuments und der Inhalt der Inschriften könnten Sie zum Nachdenken veranlassen.

Sie können sich natürlich auch mit gesunder Ernährung beschäftigen. Irgendwann werden sie einmal auf die Themen Chemie in Lebensmitteln, Genmais, Landraub und auf die Namen Monsanto und Nestle stoßen. Surfen Sie doch ganz entspannt ein bisschen im Internet und schauen sich das ein oder andere Video auf YouTube an.

Es gibt viele weitere Themen: frühe Sexualisierung von Kindern, unser aktuelles Schulsystem, Hartz IV (unsere unsoziale Sozialgesetzgebung), Krebs, Medikamenten Abhängigkeit und die Rolle der Pharmaindustrie. In der Rekonstruktion der Geschichte und dem Vergleich mit unserem eigenen Geschichtserleben, den Erzählungen von Eltern und Großeltern, können Sie sich gerne mit Aussagen von Personen wie Winston Churchill, Adolf Hitler, Edward Bernays, Josef Stalin und Fidel Castro beschäftigen. Oder versuchen Sie einmal, die Hintergründe für die Ermordung von John F. Kennedy für sich hinterfragend zu durchleuchten.

Sehen Sie sich vielleicht zur Inspiration auch nochmal ein paar alte Filme an, hier empfehle ich besonders die Filme „Sie Leben“ und „Matrix“. Vielleicht finden Sie auch im Bücherschrank oder in der Bibliothek Bücher wie „1984“, „schöne neue Welt“ oder „Farm der Tiere“.

Und wenn Ihnen in den vier Wochen ihrer TV-und Medienabstinenz zu wenig Action und Blutvergießen herrscht, dann ist die Beschäftigung mit der Geschichte der christlichen Kirche und der Inquisition, der Hexenverbrennung, den vom Vatikan immer noch betriebenen Exorzismen so richtig was fürs Herz.

So, jetzt bleibt mir nur noch Ihnen viel Spaß zu wünschen.

Vielleicht sind Sie in ein paar Wochen soweit, sogar die Putin-Versteher zu verstehen.

 

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